Die Grundlangen des Übens

Dieses Bild ist entstanden auf einem Dao-Camp in Slowenien, wo wir zu vielen Schülern die Säbelform bei Großmeister Chen Xiaowang erlernten.

Die Grundlangen des Taijiquan und des Qigong sind dieseleben und basieren auf den fünf Hauptprinzipien Entspannung, Ruhe in der Bewegung, Energie und Vorstellungskraft, der feste und sichere Stand und die richtige Menge an Übungszeit.

Entspannung

Unter Entspannung verstehen die meisten Menschen ein eher passives Verhalten. Bei den Chinesen gibt es ein besonderes Wort hierfür, es lautet Fang Song. Hierbei wird die komplette körperliche Entspannung bei gleichzeitiger gesitiger Wachheit bezeichnet. Der Geist ist voll einsetzbar und die Energien können frei im Körper fließen. Das Wichtigste beim Üben sowohl von Taijiquan als auch von Qigong ist die Leichtigkeit der Bewegungen. Wenn man sich anstrengen muß oder gar Schmerzen enpfindet, dann macht man etwas falsch.

Ruhe in der Bewegung

Beim Üben beobachtet man sich und seinen Körper, man spürt hinein und merkt eventuell aufkommende Spannungen. Durch die Komplexität der aufeinander folgenden Bewegungen ist man gezwungen, ständig konzentriert zu bleiben. Dieser Vorteil ist besonders bei den Langformen des Taijiquan zu spüren, die teilweise 20 Minuten und mehr an Übungszeit ausmachen. Fortgeschrittene Übende erleben hierbei den Fluß der Energie wie das Hin- und Herwogen von Wellen im Körper.

Energie und Vorstellungskraft

Die Lebensenergie Chi, auf der nicht nur die gesamte chinesische Medizin beruht, kann durch Übungen von jedem selbst gespürt werden. Erst stellt man sich den Fluß der Energie nur vor, dann spürt man die Energie und im fortgeschrittenen Stadium führt man die Energie mit seinem Geist und der Körper folgt.

Fester und sicherer Stand

Durch die körperliche Entspannung lernt man, einen sicheren und festen Stand mit einem klar definierten Schwerpunkt auch in der Bewegung zu behalten.

Das Maß der Dinge beim Üben

Wieviel Zeit jeder für das Üben aufwendet, muß man selbst entscheiden. Wichtig ist, daß man diese Zeit als angenehm empfindet und sich nicht überfordert. Natürlich gilt auch hier wie bei vielen anderen Dingen des Lebens daß ein mehr an Übung auch größere Erfolge bringt. Sobald das Üben aber belastend wird, verkehrt man die positive Wirkung eher in das Gegenteil, man wird verspannt und die Konzentrationsfähigkeit läßt nach.


Zurück zum Inhalt