Das Nullpunktfeld oder das Universelle Bewusstsein
und warum Gott ganz anders ist als man uns sagt.

 

Der ursprüngliche Titel dieses Kapitels war „Wer oder was ist Gott?“, aber eine gute Freundin hat mich dazu gebracht diesen Titel zu überdenken und als Folge davon zu ändern.
Diese Freundin hat einen geliebten Menschen viel zu früh verloren und bemerke das Osama bin Laden gelebt hat (wobei man auch diese Geschichte in Zweifel ziehen kann) und meinte dann:
„Es gibt keinen Gott oder er ist unfair und pervers“. Okay, eins zu null für Dich. Durch diesen Dialog ist mir klar geworden das viele Menschen allergisch auf das Wort „Gott“ reagieren,
also lasse ich das mal weg. Denn dieses Wesen, das man sich unter Gott vorstellt und das unsere Geschicke lenkt, das gibt es tatsächlich so in der Art nicht. Gemeint ist damit die Vorstellung eines Herrn mit weißem Bart,
der auf einer Wolke sitzt und über uns wacht.

Es gibt meines Erachtens eine universelle Energie, ich nenne sie mal das Nullpunktfeld, weil diese Energie die Quelle allen Seins ist. Diese Energie durchzieht alles und je bewusster ein Lebewesen ist desto mehr
steuert es diese Energie. Die Energie als solche ist rein passiv. Jede Pflanze beispielsweise nutzt diese Energie einfach nur für ihr Wachstum und Weiterverbreitung ihrer Art, je höher entwickelt ein Lebewesen ist, d
esto mehr kommen noch soziale Gefüge hinzu und wenn wir in der ganz hoch in der Entwicklungsgeschichte gehen dann kommen wir zum Menschen und hier fängt das Dilemma an.

Wir bestimmen unser Leben durch unser Denken und dies vor allem durch das Unbewusste Denken und wenn hier falsche Grundlagen gelegt sind, dann kommt es zu solchen Taten wie die eines
Osama bin Ladens, eines Sadam Hussein oder auch eines Adolf Hitler. Haben die etwas falsch gemacht? Aus ihrer Sicht nicht, aus der Sicht (fast) aller anderen schon.

Hitler hatte seine Weisheiten aus seinem Leben in Männerwohnheimen, dort wo sich allerlei gestrauchelte Existenzen sammelten und hat aus alten germanischen Sagen –dem 1000 jährigen Reich- und
aus einer maßlosen Selbstüberschätzung mithilfe geschickter Massenmanipulation heraus ein Imperium aufgebaut, was dann Millionen von Menschen Unglück und Tod brachten,
aber er glaubte an sich. (Wobei ich die politischen Einflüsse, die dahinterstanden, mal ganz bewusst nicht betrachte.) Hussein war für die Weltpolitik ein willkommener Buhmann,
bis er den ersten Fehler machte, das war Kuweit, da sagte Onkel Sam sich „Der will an unser Öl“ und schon gab es was auf die Finger. Der zweite und noch größere Fehler war,
das er sich sein Öl nicht mehr in Dollar bezahlen lassen wollte, wie das so üblich war, sondern in Gold, dies hätte dem Dollarkurs erheblich geschadet, also musste er komplett weg. Wie sagte ein hochrangiger a
merikanischer Politiker so schön: „Wir wussten natürlich das er Massenvernichtungswaffen hat, wir haben doch die Quittungen noch“.
Warum ich dann an der Person Osama bin Ladens so meine Zweifel habe? Ich bin überzeugt das die Ereignisse vom 11.September bewusst gewollt waren und zumindest geduldet wurden,
schon könnte man weltweit die Macht zur Überwachung der Menschen anziehen, George Orwell lässt grüßen. Und man kann mir nicht erzählen das es unmöglich gewesen sein soll einen solchen Finsterling,
eine solche Bedrohung für den Weltfrieden, nicht schneller gefunden und dingfest machen konnte. Die Amerikaner und nicht nur die haben mittlerweile Satelliten, auf deren Fotos man nachschauen kann
ob man sich rasiert hat oder nicht, und das weltweit, mit einem solchen Instrumentarium soll man den Typen nicht finden können? Ich bin überzeugt, der israelische Mossad hätte den in drei Tagen gehabt
wenn man ihn gelassen hätte (oder wenn die gewollt hätten), die Israelis stehen seit der Gründung ihres Staates mit dem Hintern an der Wand und wissen zu handeln wenn es um ihre Existenz geht.

Doch zurück zum Thema, warum glauben so viele Menschen an einen Gott?

Die einen glauben an Gott, andere an eine Göttin, einige nennen ihren Gott Allah, Kali oder Jaweh und jede Religion behauptet von sich, die alleinige Wahrheit zu vertreten.
Wie kommt man nun aus dem Dilemma heraus? Nun, in China ist es beispielsweise üblich, mehreren Religionen anzugehören, an verschiedene Götter zu glauben, man will es nun mal eben mit keinem verderben.
Pragmatisch und praktisch, aber nicht der Weisheit letzter Schluss.

Weltweit haben schon zu allen Zeiten die Menschen Kriege wegen ihres Glaubens geführt und Andersgläubige zwangsmissioniert oder umgebracht. Im Namen Gottes, auch eines liebenden Gottes wohlgemerkt,
wurden und werden heute noch Waffen gesegnet, die nur dem Zweck des Tötens dienen.

In den Glauben, den ich als Kind kennen lernte, spricht man von einer Erbsünde und davon, das man ja nichts falsch machen darf, Sünden muss man spontan beichten, man redet von einer Dreieinigkeit Gottes
als Vater, Sohn und Heiliger Geist, aber die sind trotzdem eins, man soll sich kein Bild von Gott machen, aber leider haben wir das mit dem Vater schon gemacht und schon hat sich der erste Fehler eingeschlichen und hat bewiesen,
das der Mensch als solches ein Sünder ist und darauf angewiesen ist, dass Gott ihm seine Sünden vergibt. Fazit: Wir leben in einem endlosen Dilemma und können ohne Gottes Gnade nicht auf einen grünen Zweig kommen.

Dazu kommen noch die Fragen, die sich stellen wenn man das Leben auf diesem Planeten betrachtet. Laut Aussage sind wir alle die Kinder Gottes, und seine Kinder liebt man nun mal. Und trotzdem gibt es soviel Ungerechtigkeit,
Menschen erleiden ungerechte Unglücke, andere Menschen bringen Unheil über ihre Mitmenschen und wenn ich hier an Hitler, Stalin oder Sadam Hussein denke dann habe ich noch nicht mal eine
Schneeflocke von der Spitze des Eisbergs erwischt. Und das ist ja auch alles schön weit weg, das sind wir ja nicht. Wir tun so was ja nicht. Und wir unterstützen so was auch nicht, ganz bestimmt. Wir leben in einem Leben,
in dem wir niemandem ein Leid zufügen und genießen unseren Sonntagsbraten und unsere Schnitzel und Bratwurst und denken hierbei kein bisschen über das Leid, das die moderne Tierzucht mit sich bringt.
Tiere werden auf engstem Raum in kürzester Zeit auf Schlachtgewicht gebracht, in engen Lastwagen zur Fleischfabrik gebracht und dann zu Dutzenden zu den bereits wartenden Hunderten von Tieren
getrieben um dann im Akkord am Fließband getötet zu werden. Auch Tiere sind Geschöpfe mit einer Seele und Gefühlen, mit Ängsten und dem Willen zum Leben. Na, ist das immer noch so weit weg?

Um Missverständnisse gleich auszuräumen, ich will hier keinen zum Vegetarier erziehen. Aber Menschen, die mit der Natur leben, gehen anders damit um. Die nordamerikanischen Indianer beispielsweise achteten jedes Leben
und haben sich bei den Tieren, die sie zum Überleben getötet haben, bedankt und sie haben sich nie mehr von der Natur genommen als sie wirklich brauchten. Ein solches Leben führt beispielsweise
Norman Winter, einer der letzten Trapper Kanadas, dessen Leben von Nicolas Vanier und dem Filmteam um Jaques Perrin ein Jahr begleitet wurde und das in der wirklich sehenswerten
Dokumentation „Der letzte Trapper“ bekannt gemacht wurde.

Na, sind wir nun betroffen und nehmen uns vor, weniger Fleisch zu essen? Oder gehen wir zur Tagesordnung über und gehen weiter täglich zur Arbeit, die häufig darin besteht, anderen Menschen etwas aufzuschwatzen,
was diese nicht wirklich brauchen und sich eigentlich auch gar nicht leisten können?

Wünscht man sich nicht an vielen Stellen einen Gott wie Zeus, der seine Blitze niederfahren lässt oder Thor, der seinen Hammer schwingt? Nichts dergleichen passiert, Gott verhält sich ruhig und lässt uns machen,
auch wenn wir die Umwelt zerstören und vergiften und unzähligen Lebewesen das Überleben unmöglich zu machen.

Mein größter Bruch mit der Religion entstand als ich so 13 oder 14 Jahre alt war. Heute weiß man, das erst in diesem Lebensalter der bewusste und unterscheidende Verstand entwickelt ist,
vorher saugt der Mensch nur kritiklos alle Informationen auf. Genau also zu dieser Zeit wurde die Konflikte, die ich in dem Glaubenssystem entdeckte, durch meinen damaligen Religionslehrer mit einem einfachen
„Das muss man eben glauben“ abgetan. Völlig frustriert waren für mich von da an der „Liebe Gott“ und sein Bodenpersonal zwei unterschiedliche Firmen. Ich habe immer an eine Kraft im Universum geglaubt,
wusste nur nie, wie das nun denn wirklich ist. Im Laufe der Jahre habe ich mich immer wieder mit dem Thema beschäftigt, habe Bücher über Yogis und den Hinduismus, über den Buddhismus gelesen,
habe mich mit Muslimen unterhalten und habe doch nie den Kern des Glaubens erfassen können. Nachdem ich Anfang der neunziger Jahre dann mit dem Training im Taijiquan begonnen hatte
bin ich auch beim Daoismus gelandet, eine pragmatische Betrachtung, wie das Leben funktioniert. Es basiert hauptsächlich auf den Schriften des Laotse, der vermutlich im siebten Jahrhundert vor Christus lebte.
Die Grundaussage lautet „Schau Dir an wie das Leben funktioniert und lebe mit den Gesetzen des Lebens und nicht dagegen“.

Eine Aussage hat mich immer besonders fasziniert und die Frage nach ihrem Sinn hat mich lange verfolgt:

Im 37. Kapitel des Daodejing (Tao Te king) von Laotse heißt es:
„Das Dao tut nichts und lässt dennoch nichts ungetan“.

Wenn ich nun das Wort Dao, was meist mit „Sinn“ übersetzt wird nehme und es durch den Ausdruck „Gott“ ersetze kommt daraus:

„Gott tut nichts und lässt doch nichts ungetan“

Nun, dass Gott nichts tut kann man in vielen Fällen einfach unterschreiben, aber er lässt nicht ungetan ist da schon schwieriger zu verstehen.

Ja, und dann kommen doch tatsächlich Menschen, die zum Beispiel in Ihrer Not um einen Kranken ein Gebet an Gott gerichtet haben und es hat tatsächlich geholfen. Macht Gott da wirklich nichts?

Wenn wir uns die Mühe machen und mal im Neuen Testament stöbern und uns die wundersamen Heilungen von Kranken durch Jesus betrachten, dann steht da nirgendwo etwas davon, das Jesus es als seinen
Verdienst angesehen hat, oft aber solche Aussagen wie „Dein Glaube hat Dich geheilt“. Nicht sein Wirken war es, es war der Glaube des Kranken, der ihn geheilt hat.

Und wieder muss ich Jesus zitieren:
„Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden“. Markus 11:23

 
Jesus hat sich als Gottes Sohn bezeichnet, uns aber auch als seine Brüder und Schwestern und als Gottes Kinder, was also unterscheidet uns von Jesus? Ganz einfach der Glaube an unsere Fähigkeiten.

Auch dies hat Jesus an derer Stelle betont, das nämlich jeder, der seinen Glauben besitzt, seine Werke und noch größere tun kann. An wieder anderer Stelle sagt Jesus: „Der Vater und ich sind eins“.

Wie passt das denn alles zusammen? Den Schlüssel zum Verständnis habe ich bei Charles Francis Haanel gefunden, einem deutschstämmigen Amerikaner, der bereits 1912 sein „Masterkey System“
verfasst hat, welches ursprünglich in Form von 24 Wochenlektionen an die Studierenden versandt wurde und 1917 erstmals in Buchform verfügbar war.

Was sagt uns Onkel Charles (so nennen ihn liebevoll seine Fans) denn so wichtiges gesagt:

Ich zitiere:
„Es gibt nur ein Bewusstsein im Universum, das denken kann, und wenn es denkt, werden seine Gedanken zu objektiven Dingen. Da dieses Bewusstsein allgegenwärtig ist, muss es auch in jedem
Individuum gegenwärtig sein. Jedes Individuum muss daher ein Abbild dieses allmächtigen, allwissenden und allgegenwärtigen Bewusstseins sein“ Masterkeysystem 1:25

Und:
„Das Universelle Bewusstsein ist statische oder potentielle Energie, es ist einfach nur; es kann sich ausschließlich durch das Individuum ausdrücken, und das Individuum kann sich nur durch das Universelle ausdrücken.
Sie sind eins.“ Masterkeysystem 1:28

Wenn wir den Ausdruck „Universelles Bewusstsein“ durch Gott ersetzen, dann haben wir die Lösung aller unserer Fragen. Gott ist eine statische oder potentielle Energie, eben das besagte energetische Nullpunktfeld
und wir als Teil davon sind das Werkzeug, mit dem sich diese Energie ausdrückt.

Genau wie Jesus es vor fast zweitausend Jahren gesagte hatte: Der Vater und ich sind eins und wir sind gleich mit ihm und damit auch eins mit dem Vater.

Die logische Schlussfolgerung lautet: „Ich bin ein Teil von Gott“, aber auch: „Du bist ein Teil von Gott

Ja, ganz deutlich:
Auch Du bist ein Teil von Gott

Na, dann ist ja alles klar und ich kann mit meiner Macht meine und auch Deine Welt gestalten, so wie ich das will. Aber wenn Du die gleiche Macht hast, was ist dann mit Dir? Du kannst das auch und was passiert dann,
wenn wir unterschiedliche Vorstellungen von der Welt haben? Ja, dann muss dieses universelle und statische Bewusstsein namens Gott – oder welcher Name Dir hierzu gefällt – einen Kompromiss finden,
der unsere Vorstellungen gleichermaßen zufrieden stellt.

Und glücklicherweise wird nicht jeder Gedanke sofort umgesetzt. Wenn ich Dich jetzt bitte, einmal nicht an einen rosa Elefanten zu denken, was passiert? Du denkst an einen rosa Elefanten.
Würde der sich spontan manifestieren, ja dann viel Spaß ihn wieder aus Deiner Wohnung zu bekommen. Um eine solche Macht zu haben etwas spontan entstehen zu lassen müssten wir schon den unerschütterlichen Glauben
an die eigene Macht haben den Jesus gelebt hat.

Trotz dieses Wissens sollte uns klar sein, dass da noch etwas existiert, was größer ist als wir.


Man kann sagen, dass Gott das Universelle Bewusstsein ist, welches sich durch uns, das Individuelle Bewusstsein ausdrückt.

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